Das Gedicht „Egal.“ ist eines der schärfsten und paradoxesten Fragmente der Sammlung. In einem einzigen Wort verdichten sich Resignation, Ironie und subversive Verweigerung.
Entscheidend ist der abschließende Punkt. Er macht den Ausdruck hart, knapp und endgültig und verwandelt Gleichgültigkeit in eine Form sprachlicher Abriegelung.
Inhaltlich lässt sich „Egal.“ als Apathie, resignativer Nihilismus oder stiller Widerstand gegen den Zwang zur Stellungnahme lesen.
Zugleich bleibt ein performatives Paradox bestehen: Wer „Egal.“ sagt, nimmt bereits Stellung. Gerade darin liegt die Raffinesse des Fragments.